müde? ab 6M

Im Säuglings- und Babyalter senden viele Babys  Müdigkeitssignale. Oft gelingt es uns gut diese Signale zu erkennen und das Baby rechtzeitig hinzulegen. In stressigen Alltagssituationen kann es aber für das Baby schwierig werden eindeutige Signale zu senden. Oder die Eltern sind gerade z. B. mit der Versorgung des Geschwisterkindes oder mit dem Zubereiten des Mittagessens beschäftigt und so kann es leicht passieren, dass ein Erkennen bzw. schnelles Reagieren nicht möglich ist.
Zudem gibt es auch Babys, die weniger klare oder gar widersprüchliche Signale senden, deren Interpretation sehr schwer ist. So können die Eltern nicht klar zuordnen, welches Bedürfnis erfüllt werden soll (daraus können Missverständnisse entstehen). Diese Babys brauchen bei ihrer Selbstregulation noch mehr Unterstützung in Form von Anleitungen durch die Eltern und klar strukturierte Umgebungsbedingungen, die es den Eltern ermöglicht, leichter zu erkennen, was das Bedürfnis des Kindes ist.

Diese Müdigkeitssignale können oft mit zunehmendem Alter des Kindes unklarer werden, dies mitunter auch bedingt durch die höhere Autonomie des Kindes und der verbalen Ausdrucksmöglichkeit.

Daher ist eine häufig gestellte Frage: Wann ist denn nun mein Baby wirklich bereit für das Bettchen? Wie kann ich ihm helfen leichter einzuschlafen und was soll ich tun, wenn es zwar quengelig ist, aber einschlafen auch nicht funktioniert? Denn das richtige Timing bzw. das Erwischen des richtigen Schlaf-Fensters, vereinfacht das zu Bett gehen in hohem Maße.

Ultradiane Rhythmen im Körper erleichtern das Einschlafen. Die Vorboten dieser „Müdigkeitswellen“ sehen wir oft bei unseren Kindern. Aber manchmal sind wir einfach unsicher, ob jetzt der richtige Zeitpunkt zum Schlafen ist. Das Wissen um die ultradianen Rhythmen in Kombination mit den Müdigkeitszeichen sind wertvolle Hilfen im Alltag.