0-5 Monate

Wenn Neugeborene zur Welt kommen, hört man immer wieder: „Die Kleinen schlafen ohnehin sehr viel und die Wachphasen sind zunächst nur sehr kurz.“ Was ist nur wenn diese Schlafphasen sehr häufig unterbrochen sind, der kleine Erdenbürger  nur kurz trinkt, dann gleich wieder für 20 oder 45 min einschläft und danach wieder nach der Brust verlangt. Dass es sowohl tagsüber als auch nachts einfach keine längeren und klaren Erholungsphasen gibt.

Neugeborene machen in den ersten Monaten große Veränderungen durch, die das eine Baby leichter als ein anderes Baby bewältigen kann. So gelingt es dem einen Baby leichter sich abzuwenden und in das Land der Träume zu sinken, als dem anderen. Ein sehr aktives, eher temperamentvolles Baby benötigt manchmal in seiner Wach–Schlaf–Regulation mehr Unterstützung im Sinne von Regelmäßigkeit und Routine, als ein anderes.

Schlaf ist zwar etwas sehr Individuelles und Persönliches, aber bestimmte Umweltfaktoren sind für alle, für Groß und für Klein notwendig, um eine gute Nachtruhe zu finden. Schlafarchitektur neugeb.Die Schlafphasen des Neugeborenen (roter Strich = wach) beginnen beim Einschlafen zunächst mit dem Aktiven-Schlaf (blaue Schraffierung), der ca. ab dem 6. Monat zum REM-Schlaf wird. Nach dem Aktiven-Schlaf folgt der ruhige Schlaf, der ca. ab dem 6. Monat zum NREM-Schlaf wird. Neugeborene können oft dieses Wechselspiel innerhalb eines Schlafzyklus nicht problemlos vollziehen und benötigen hier angemessene Hilfestellung.

 

Neugeborene haben im Mutterleib noch keine klare Unterscheidung zwischen Tag und Nacht. Ihr Schlafbedürfnis verteilt sich in den ersten Wochen regelmäßig auf Tag und Nacht. Daher benötigen sie nun die Anleitung der Eltern, um diese Umstellung auf den Tag-Nacht-Rhythmus zu schaffen. Angepasst an die individuellen, altersadäquaten Schlafbedürfnisse des Babys. Bereits von Geburt an kann man die Selbstregulation des Säuglings im Hinblick auf den Schlaf-Wach-Rhythmus positiv unterstützen und fördern. Wir Eltern haben dieses natürliche Talent in uns, nur das „kleingedruckte Knowhow“ fehlt uns manchmal. So ist das, was ursprünglich von Mutter zu Tochter an Erfahrung weitergegeben wurde verschwunden und von einer Masse an Informationen und gesellschaftlichen Reglements verzerrt. Dies wiederum führt zu Unsicherheit bei jungen Eltern und vor allem Müttern, die sich unbewusst auch auf das Baby übertragen.

Genau diese Themen werden in meinen Seminaren detailliert besprochen und geben Ihnen Informationen darüber, was Sie von Beginn an machen können, um eine gute Schlaf-Wach-Regulation zu fördern.