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Dass Babys weinen ist nicht ungewöhnlich, aber weinen in intensiverer Form stellt nicht nur für das Baby einen starken Stressfaktor dar, auch für die Mutter ist übermäßiges Weinen sehr belastend. So scheint es manchmal, dass trotz aller bester Bemühungen der Eltern das Baby sich nicht beruhigen lässt und einfach unzufrieden ist.  In den Tagen und Wochen nach der Geburt gibt es nur wenige Grundbedürfnisse, die sorgsam erfüllt werden sollten, damit sich das körperliche Wohlbefinden einstellt.

  • Schlafen
  • Essen
  • Orientierung und Sicherheit
  •  Liebe und Geborgenheit

Das Schwierige ist nun herauszufinden, was denn das Unwohlsein verursacht, und welches nun das Grundbedürfnis ist, das befriedigt werden soll.  Zu essen, wenn man müde ist, stimmt das Baby vielleicht kurz ruhig, aber der wahre „Mangel“ wurde nicht behoben. Genau diese schwierige Zuordnung führt oft zu Missverständnissen zwischen Mutter und Kind. Mechthild Papousek beschreibt, dass in den ersten Wochen nach der Geburt, die Eltern nicht anhand der Art des Schreiens erkennen können, was dem kleinen Erdenbürger nun fehlt. Vielmehr sind die Eltern darauf angewiesen, aus den zuvor geschehenen Ereignissen Rückschlüsse zu ziehen, um dann so zuordnen zu können, was nun das Bedürfnis des Kindes ist. Diese Rückschlüsse sind aber gerade zu Beginn der Elternschaft noch sehr schwer, da oft nicht eindeutig klar ist, was das Schreien auslöst. Diese Themen der Selbstregulation des Babys, die Umgebungsfaktoren und das oft gehäufte abendliche Weinen sind Schwerpunkte in meinen Seminaren. So hilft es vielen Eltern sehr zu wissen, welche Dinge zur Überreizung beitragen können, wie sie das abendliche Weinen verhindern bzw. wie sie ihrem Kind helfen können tagsüber weniger zu weinen.